WERKSTATTPREIS AKTUELL

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Charlotte Mumm, again against I, 2016
Keramik (Glasur: Schwarzmatt, Weißmatt, Chromgrün, Üffingblau, Ascheglasur aus menschlichen Exkrementen), Gelenkverbindungen, Metall, Beton
60 x 80 x 308 cm (h); Fotograf: Helmut Claus
 
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Charlotte Mumm, stomach communities II, 2015
Holz, Stoff, Teppich, Kunstleder, Styropor, Metall, Armierungsspachtel, Acrylfarbe, Lack
82 x 70 x 213 cm (h); Fotograf: Helmut Claus
 
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Charlotte Mumm, stomach communities III, 2015
Holz, Stoff, Kunstleder, Styropor, Metall, Acrylfarbe, Lack, Armierungsspachtel
85 x 105 x 200 cm (h); Fotograf: Stefan Ruissen

Werkstattpreisträgerin 2018

Charlotte Mumm

 

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Charlotte Mumm, stomach communities III, 2015, verschiedene Materialien, 85 x 105 x 200 cm; Foto: Stefan Ruissen

 

Ausstellung

Charlotte Mumm, SO OFT SO SOFT

 

Charlotte Mumm (geb. 1980) ist die Werkstattpreisträgerin der Kunststiftung Erich Hauser im Jahr 2018. Seit 1997 wird der Werkstattpreis an eine junge Bildhauerin/einen jungen Bildhauer vergeben. Inzwischen haben 24 Künstlerinnen und Künstler diese Auszeichnung erhalten. Der Preis bietet die Möglichkeit, mehrere Wochen in der Werkstatthalle zu arbeiten und die entstandenen Werke dort zu präsentieren. Im Rahmen des zweistufigen Auswahlverfahrens wurden in diesem Jahr insgesamt 19 Bildhauerinnen und Bildhauer von verschiedenen Museumsleitern und Kuratoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vorgeschlagen. Nominiert waren Matthis Bacht, Frank Balve, Matthias Bildstein/Philippe Glatz, Sophie Innmann, Martin Kähler, Sebastian Kuhn, LAYBEUIS, Max Leiß, Claudia Mann, Laura Mietrup, Charlotte Motz, Charlotte Mumm, Ana Navas, Henrike Naumann, Ahmet Ögüt, Leunora Salihu, Karl Salzmann, Johannes Wald und Pablo Wendel. 

 

Die Jury, bestehend aus Kalin Lindena, ehemalige Werkstattpreisträgerin, Dr. Léon Krempel, Kunsthalle Darmstadt, Heinrich Dietz, Kunstverein Freiburg und der Stiftungsrätin Dr. Eva-Marina Froitzheim vom Kunstmuseum Stuttgart, hob hervor, dass Charlotte Mumm in ihren skulpturalen Arbeiten, Installationen, Zeichnungen und ihrer Malerei an einer ganz eigenen Bildsprache, die sich zwischen figurativen und abstrakten Elementen bewegt, arbeitet. Als Grenzgängerin zwischen Malerei und Skulptur reflektiert sie die Erfahrbarkeit von Raum, Material und Oberfläche. Sie erkundet in ihren skulpturalen Figuren den persönlichen Raum und seine physischen Grenzen, setzt Metallgelenke und abstrahierte Körperformen ein, mit denen sie den schmalen Grad zwischen Gleichgewicht und freiem Fall, Ausgewogenheit und Zusammenbruch auslotet. „Auf den ersten Blick zeigen sich ihre Werke als ein schier unerschöpflicher Kosmos aus Farben, Formen und Materialien, die in kontrastreichen, oft sogar widersprüchlichen Kombinationen einander durchdringen. Klare Abgrenzungen zwischen Form und Chaos, zwischen Innen und Außen entgleiten dem nach Deutung suchenden Auge immer wieder“, stellt Thomas Niemeyer, Leiter der Städtischen Galerie Nordhorn, der Charlotte Mumm nominiert hat, fest.

 

Die Werkstatthalle Erich Hausers bietet der Künstlerin besondere räumliche Möglichkeiten zur Gestaltung ihrer humorvollen, paradoxen, trügerischen wie auch tragischen Weltentwürfe. Charlotte Mumm wurde in Georgsmarienhütte geboren, studierte an der Kunsthochschule Kassel und war Meisterschülerin von Urs Lüthi. Sie lebt und arbeitet in Amsterdam. Zur Ausstellung, die am 29. September 2018 in der Werkstatthalle eröffnet wird, erscheint ein Katalog.