CHRONIK DES ERICH HAUSER PREISES

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Bill Culbert in der Werkstatthalle

Foto: Bill Culbert

Bill Culbert,
Erich-Hauser-Preisträger 2014

 

Bill Culbert, geb. 1935 in Port Chalmers, Neuseeland erhält in diesem Jahr den Erich-Hauser-Preis. 

 

Mit dem neuseeländischen Installationskünstler Bill Culbert wurde ein international hochgeschätzter Künstler ausgewählt, der im letzten Jahr mit Lichtinstallationen auf der Biennale in Venedig vertreten war. Seit den 1970er-Jahren arbeitet er mit Fotografie, elektrischem Licht, vor allem Leuchtstoffröhren, und diversen Fundobjekten. Vorzugsweise Möbel und leere Plastikflaschen, in die Leuchtröhren montiert sind, dienen ihm als „Sperrungen und Transporter“ für das Licht. Materialität und Immaterialität, Licht und Schatten sind zentrale Themen seines Werkes. Er wird speziell für die Werkstatthalle eine neue Arbeit anfertigen. Erich Hauser lud ihn 1976 zu einer Einzelausstellung in das Forum 

Kunst Rottweil ein. Es war seine erste institutionelle Werkschau in Deutschland. Danach waren Arbeiten von ihm in zwei weiteren Gruppenausstellungen in Rottweil zu sehen.

 

Bill Culbert, der bisher in zahlreichen internationalen Einzelausstellungen, u. a. Serpentine Gallery und ICA in London sowie Städtische Galerie im Lenbachhaus, München, außerdem in wichtigen Gruppenausstellungen wie beispielsweise „Electra“ im Musée d`Art Moderne de la Ville de Paris zu sehen war, lebt und arbeitet in London und Frankreich. 

 

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Lynda Benglis

Erich-Hauser-Preisträgerin 2012

Lynda Benglis (geb. 1941 in Lake Charles, Louisiana, USA),  lebt in New York, Indien und Griechenland. Sie wurde vom Stiftungsrat der Kunststiftung Erich Hauser zur Erich-Hauser-Preisträgerin 2012 ernannt. Nach Ugo Dossi (2008) und Richard Jackson (2010) wird sie am 21. Juli 2012 im Rahmen einer Ausstellung in der Werkstatthalle den Preis entgegennehmen. 

Auf Einladung von Erich Hauser fand 1971 im Forum Kunst Rottweil ihre erste institutionelle Einzelausstellung statt. 1998 widmete ihr das Forum Kunst nochmals eine Ausstellung. In der Werkstatthalle der Kunststiftung Erich Hauser werden vor allem neue, vor Ort entstandene Skulpturen zu sehen sein.

Lynda Benglis, in der amerikanischen Tradition des abstrakten Expressionismus, des Post-Minimalismus und der Concept Art stehend, zählt mit ihren sinnlich-körperhaft wirkenden, oftmals auch provokativ formulierten Skulpturen und Installation zu den bekanntesten Vertreterinnen der amerikanischen Gegenwartskunst. Immer findet in ihren Arbeiten eine Verschmelzung von Natürlichem und Artifiziellem statt, wobei sie dem Organisch-Widersprüchlichen einen bildhaften Ausdruck gibt. Ihre Materialien wie  z.B. Keramik, Ton, Bronze, Kunststoff und Neonlicht führen Prozesse des Fließens, Ausbrechens, Verknotens und Wachsens vor Augen. Es ist ein dezidiert weiblicher Blick auf Natur und Mensch, den sie in ihren Arbeiten artikuliert.

Der mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichneten, in namhaften Museen präsentierten und großen Sammlungen vertretenen Künstlerin widmete 2011 das New York New Museum eine retrospektiv angelegte Werkschau, die ihr vier Jahrzehnte umfassendes künstlerisches Werk umfasste. 
 

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Richard Jackson

Erich-Hauser-Preisträger 2010


In diesem Jahr verleiht die Kunststiftung Erich Hauser zum zweiten Mal den mit einer Ausstellung in der Kunststiftung und einer Publikation verbundenen Erich-Hauser-Preis. Nach Ugo Dossi, der 2008 den Preis erhielt, nimmt nun Richard Jackson (geb. 1939 in Sacramento) am 24. Juli 2010 den Preis entgegen. Die Kunststiftung möchte damit – im Wechsel mit dem Werkstattpreis zur Förderung junger Bildhauerinnen und Bildhauer – herausragende Lebenswerke aus dem künstlerischen Umfeld Erich Hausers auszeichnen.

 

Richard Jackson zählt international zu den wichtigsten Künstlern der Gegenwart. Er ist Maler und Installationskünstler, der gängige Erwartungen konterkariert: „Was mich an der Kunst am meisten interessiert, ist – so störend das auch klingen mag – dass es keine Regeln gibt“.  Heroische Geste verbindet er mit Slapstick, kalkuliertes Handeln mit Zufall, Hochkultur mit Trivialkultur. In seinen Arbeiten und Rauminstallationen wird gespritzt, herumgeschleudert, gejagt und provoziert. Im Rahmen seiner anlässlich der Preisvergabe stattfindenden Ausstellung „Big Pig“ in der Kunststiftung Erich Hauser werden Objekte und Installationen aus den letzten Jahren sowie die große, für die Ausstellung produzierte Skulptur „Big Pig“ zu sehen sein.

 

Eine festinstallierte Wandarbeit, in der er Leinwände als Pinsel benutzte und diese dann auf dem bemalten Untergrund befestigte, befindet sich seit 1980 in der Sammlung Erich Hausers. Im selben Jahr entstand, ebenfalls auf Einladung von Erich Hauser, eine große Wandarbeit im Forum Kunst Rottweil. Dass er das Medium Malerei auf spielerische Weise handhabt, mit malerischen Konventionen bricht und Farbe für ihn Material ist, welches er in großen Mengen und unvermischt verwendet, zeigen auch seine neueren Arbeiten.

 

Richard Jackson lebt und arbeitet seit 1993 in Sierra Madre CA. Weitere Informationen zu seiner Biografie und seinem Werk unter: www.hauserwirth.com

 

 

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Ugo Dossi

Erich-Hauser-Preisträger 2008

 

Mit Ugo Dossi (geb. 1943) wurde 2008 ein international viel beachteter Künstler geehrt, der in namhaften internationalen Museen und Sammlungen vertreten ist. In seiner für die Kunststiftung konzipierten Ausstellung „Salz der Erde“ begab sich Ugo Dossi auf das Feld der Wahrnehmungskultur, sowohl bezogen auf die Geschichte des Ortes als auch verbunden mit persönlichen Rückblicken. In archetypischen Zeichen und Symbolen formuliert er Bildmetaphern zwischen Traum und Realität, Unbewusstem und Bewusstem, inneren Bildern und Außenwelt. „Nicht der Raum, der uns umgibt, sondern der Raum, der uns verborgen ist“ (U.D.), auf ihn fokussiert er auch den Betrachter, schickt ihn auf eine Reise in sein eigenes Unbewusstes. Ugo Dossi lebt in München und Berlin.

 

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